Soul Food

Manchmal entstehen ja aus kleinen Missgeschicken die besten Momente…

Heute ist so ein Tag an dem gar nichts klappt. Das Wetter ist einfach nur bäh: nass, kalt und dunkel. Ausser einem kurzen Spaziergang werden wir also heute das Haus nicht verlassen. Also habe ich  mir gedacht ich widme mich einmal wieder meinem kleinen Projekt, das ich heimlich, still und leise seit einiger Zeit hinter Eurem Rücken verfolge: Macarons!

Leider stehen die kapriziösen Mandelteilchen und ich irgendwie auf Kriegsfuß.
Versuch eins nach diesem Rezept: Die Masse wird irgendwie zu fest, lässt sich schlecht spritzen und formt keine kleinen, runden Kuppeln, sondern fiese Häufchen. Die Füßchen bilden sich im Ofen zwar zunächst aus, werden aber vom Gewicht der Macarons wieder platt gedrückt.
Die Festigkeit der Masse war wohl mein Fehler: ich glaube, ich hätte den Teig nach dem Zugeben der Mandelmasse ein paar mal mehr zusammenfalten müssen. „Macaroniser“ nennt man das auf französisch, hat meine Internetrecherche ergeben. Die Macarons Schalen habe ich dann wegen der schlimmen Optik nicht gefüllt, aber natürlich probiert. Waaahhh! Soooooo süß! Nee, das war echt zu heftig.

Also noch mal nach einem Rezept mit weniger Zucker gesucht und gefunden, und zwar hier. Der Teig hat diesmal definitiv die richtige Konsistenz und alles läuft vielversprechend, bis ich beginne die Macarons aufs Blech zu spritzen. Ich bin einfach völlig unfähig im Umgang mit dem Spritzbeutel und mein größter Macarons hat ungefähr den 3-fachen Durchmesser wie die kleinsten. Aber gut, von solchen Nichtigkeiten wollen wir uns nicht aufhalten lassen. Das ist schließlich nur eine Frage der Übung. Ab in den Ofen mit den Macarons. Aber oh je, nach 10 Minuten beginnen die Macarons leicht zu bräunen! Nein, nein, nein, das darf nicht sein. Macarons dürfen nicht bräunen. Also schnell raus aus dem Ofen. Leider waren die Macarons aber definitiv noch nicht durch. Auch leichtes nachbacken bei geringerer Temperatur hat nichts gerettet. Das Rezept an sich war aber vielversprechend.

Auf ein neues! Eine Silikon-Backmatte speziell für Macarons sollte mir dabei helfen, die Makrönchen ordentlich aufs Blech zu bekommen. Versuch macht klug: pro Macarons braucht man nur ca. eine haselnussgroße Menge Teig. Der Teig verläuft, wenn er die richtige Konsistenz hat, doch wesentlich mehr als man im ersten Moment denkt. Ihr könnt Euch denken, was passiert ist. Schon bevor der Teig in den Ofen ging war die Hälfte der Macarons ineinander gelaufen. Da aber ein paar perfekte dabei waren habe ich das Blech trotzdem zum Trocknen gestellt. Und das dauerte. Und dauerte. Und dauerte. Die Male davor waren die Macarons spätestens nach 30 Minuten an der Oberfläche so angetrocknet, dass man sie vorsichtig berühren konnte. Heute stand das Blech über eine Stunde und war immer noch nicht so wirklich prefekt angetrocknet.

Dann hat mich die Ungeduld übermannt. Das Blech ist jetzt im Ofen. Was ich jetzt schon sagen kann: das Blech ist auch noch zu groß, ein paar Macarons sind schon beim reinschieben in den Backofen angedötscht… Doch ich werde nicht aufgeben bevor ich nicht wenigstens einen perfekten, gefüllten, leckeren, zart schmelzenden, kleinen Macarons produziert habe! Von ein paar Keksen lasse ich mich doch nicht unterkriegen! Ich werde berichten…

Das einzig positive in all dem Frust: Der Held des Alltags, der stillschweigend aus 3 Eigelb eine leckere Spaghetti Carbonara zaubert! Essen für die Seele…

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!
Lisa

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