Schwangerschaftsgelüste 2.0

Während ich meine unbändige Lust auf grünen Spargel in den Griff bekommen habe, hat sich in den letzten Tagen ganz heimlich, still und leise ein neuer Floh in mein inneres Ohr gesetzt. Er flüsterte mir am Wochenende immer wieder zu: „rote Beete Suppe… rote, rote, rote Beeeeeeeeeeeeeeete Suppe“ und so landeten am Montag Morgen ganz flugs ein paar dunkelrote Knollen im Einkaufswagen.

Den Montag verbrachte ich damit, zu sinnieren ob die Suppe wohl mit, oder ohne Ingwer besser schmecken würde. Als klare Brühe oder Cremesuppe? Mit Sahnemeerrettich oder Wasabi? Dienstag war der Plan gereift und ich schritt zur Tat:

Eine Schalotte in einem Strich Butter angedünstet, 500g vorgegarte rote Beete und ein daumengroßes Stück Ingwer dazu gegeben und mit 500ml Gemüsebrühe abgelöscht. Dann 40 Minuten bei ganz kleiner Hitze ziehen gelassen. Am Schluss habe ich die Hälfte der roten Beete in der Suppe püriert, den Rest herausgenommen, da ich die Suppe nicht zu dick haben wollte. Schnell mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und zur Krönung einen gehörigen Klacks mit Wasabipaste aufgepeppter Creme fraîche.

Dann die große Enttäuschung: Eine leckere Suppe, keine Frage. Samtig legt sie sich auf die Zunge, die leichte Ingwernote und die Wasabi-Creme fraîche runden die Süße der roten Beete zu einem stimmigen Geschmacksbild ab… Stopp! Genau da liegt mein Problem. Süße?! Das gibt’s mir im Moment nicht. Für mich muss es geschmacklich krachen. Sauer, scharf, prickelnd sein. Ich suche den geschmacklichen Bungee-Jump, die Suppe ist eher ein entspannender Nachmittag im orientalischen Hamam. Wenn ihr auf der Suche nach Comfort Food seid, nach einem warmem Süppchen, wie das Schnurren einer Perserkatze auf der Fensterbank, dann ist das Euer Rezept!

Solltet Ihr wie ich im Moment am liebsten beim Thailänder essen, Unmengen an Brause vertilgen und Lust haben in Eure Badetabletten zu beissen (Oh ja, echt wahr, ich dachte auch immer das seien nur Geschichten…) dann schreibt es lieber für später auf die Liste.

Und sonst so? Mini-Maier wächst und gedeiht, soweit wir das von außen beurteilen können. Besonders früh morgens zwischen 5 und 6 Uhr ist er „jot drupp“ und dreht fröhlich Pirouetten. Für mich heisst das: Willkommen in der Endphase der Schwangerschaft. Ab hier wird’s langsam ungemütlich, mit der für mich Vielschläfer fiesesten aller Schwangerschaftsbegleiterscheinungen: Schlaflosigkeit!
Nun ja, bleibt mehr Zeit am Tag meinen Essgelüsten nach zu gehen… Wir sehen uns morgen früh um 5 in der Küche!

Müde Grüße von Lisa (die mit den Augenringen)

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3 Responses to Schwangerschaftsgelüste 2.0

  1. John sagt:

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  2. barbara sagt:

    Bei mir war´s Spinat mit Kartoffeln und Spiegelei !
    Und iss nicht pur ne Vitaminbrausetablette – da hat Dein Zahnfleisch tagelang was von…;-))
    Liebe Grüße
    barbara

    • Lisa sagt:

      Keine Angst, ich hab hier noch drei Packungen Brauselollies, die werden mich vorerst von der Idee mit der Vitamintablette abhalten 😉

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