Tu’s! Jetzt!

…war das Motto, das Steffi dem heutigen Freitag gesetzt hat. Die Aufgabe lautete:

 

Das Engelchen auf meiner rechten Schulter entrollte sogleich das lange Pergament der „Dinge, um die ich mich schon lange mal kümmern wollte“: Steuererklärung, ganz weit vorne, fehlt mir irgendwie immer die Zeit zu… Besonders seit ich nicht mehr arbeite *hust*. Nahtlos einreihen würden sich diverse weitere Behördengänge, Anträge etc. Aber mal ehrlich? Das sollte ich auch ohne den Frage-Foto-Freitag schaffen, oder?

Dinge für die mir bisher der Mut fehlte? In der 12. Klasse für ein Jahr ins Ausland gehen? Ich glaube der Zug ist abgefahren… Mich noch mal an der Uni einschreiben? Puh…

Damit hatte ich meine Teilnahme diese Woche eigentlich ad acta gelegt, um mich weiter meiner schwangerschaftsbedingten Untätigkeit hinzugeben. Und dann habe ich doch noch etwas getan, was ich eigentlich schon immer tun wollte, und wozu mir irgendwie immer die Zeit und ganz ehrlich auch der Mut gefehlt haben: Ich trage nun einen Organspendeausweis! Und das kam so:

Vor einiger Zeit wurde ich bei Facebook durch eine Freundin auf eine Spendenaktion für ein kleines Mädchen aufmerksam. Nach akutem Herzversagen liegt die zweijährige Romy aus Rostock seit letztem Sommer, angeschlossen an ein „künstliches Herz“, in der Berliner Charité und wartete auf ein Spenderherz. Die komplette Geschichte könnt ihr hier nachlesen. Um ihrer kleinen Tochter beizustehen musste Romy’s Mutter ihre Berufstätigkeit aufgeben und die hohen Fahrtkosten, damit der Vater an den Wochenenden bei seiner Tochter sein kann, belasten die Familie zusätzlich finanziell. Daher organisieren Freunde der Familie schon seit längerem regelmäßig Benefiz-Aktionen, deren Erlös hilft, die Kosten, die aus Romy’s Erkrankung resultieren, zu decken.

Am 04. März hätte die nächste Benefizaktion starten sollen, doch dazu kam es nicht. In der Nacht zuvor hat Romy Hirnblutungen erlitten. Noch ist unklar, ob sie sich von diesen Komplikationen erholen wird.

Viele Menschen sind inzwischen, auch über die für sie eingerichtete Facebook-Seite, auf Romy’s Schicksal aufmerksam geworden, hoffen und bangen mit Romy’s Familie auf eine positive Wendung. Und obwohl solche Schicksale sicherlich jeden von uns betroffen machen, zerreisst mich dieses im Moment schier. Mein kleines Fräulein ist nur ein halbes Jahr jünger als Romy und in wenigen Wochen erwarten wir unser zweites Kind. Jede Mutter unter Euch wird verstehen wenn ich sage: Nicht erst eine Träne ist für Romy geflossen. Aber neben dem großen WARUM? Und was wäre wenn? Steht auch ein „Was kann ICH tun?“

Für mich lautet die Antwort: Organspenden!

Natürlich kann ich mir nicht auf der Stelle das Herz herausreissen und an die kleine Romy verschenken. Aber ich kann mich vorbereiten: Was würde ich tun, wenn ich jemals die Entscheidung treffen müsste, die Organe eines geliebten Menschen zu spenden? Was möchte ich, wie mit meinen Organen verfahren wird, sollte mich morgen ein LKW überfahren?
Ich kann mir vorstellen, dass man in einem Moment der Trauer mit so einer Entscheidung absolut überfordert ist. Wer weiss, wie viele potentielle Organspenden durch das Zögern der Angehörigen hinfällig werden? Wie viele Menschen gerettet werden könnten?
Fakt ist: Überall auf der Welt warten Hunderte Menschen auf Spenderorgane aller Art. Vielen kann durch eine Organspende wieder ein beschwerdefreies Leben ermöglicht werden. Andere sterben, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht.

Für mich haben alle diese Menschen in den letzten Tagen ein Gesicht bekommen: Das eines kleinen Mädchens mit blonden Locken und Schnuller im Mund, das zwischen medizinischen Geräten und Schläuchen hoffnungsvoll in die Kamera blickt.

Ich habe meinen Mut zusammen genommen und mich entschieden:
Ich bin Organspender! Und DU?

Hier kannst Du einen Organspendeausweis ausdrucken oder bestellen.
Hier findest Du alle Informationen zum Thema Organspende.
Hier findest Du die Info-Nummer wo Du Dich persönlich beraten lassen kannst.

Tu’s! Jetzt!

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Happy Birthday again – mit leckerem Marmorkuchen

Der Beginn eines neuen Jahres läutet in unserer Familie einen wahren Partymarathon ein: Kurz nach Neujahr legt meine Mama los. Ende Januar / Anfang Februar haben dann innerhalb von 9 Tagen mein Bruder, meine Oma und ich Geburtstag. Heute ist der große Tag des Liebsten (und im April folgen dann das kleine Fräulein und voraussichtlich ihr Bruder)!

Zur Feier des Tages haben wir es direkt am Frühstückstisch krachen lassen und uns noch im Schlafanzug ein dickes Stück Marmorkuchen gegönnt. Ehrlich gesagt bin ich ja kein Fan von „trockenen Kuchen“, aber es ist nunmal der Lieblingskuchen des Geburtstagskindes…

Klassischer Marmorkuchen

250 g Butter
250 g Puderzucker
eine Vanilleschote
abgeriebene Schale einer Zitrone
eine Prise Salz
140 g Speisestärke
160g Mehl
ein halbes Paket Backpulver
4 Eier Größe L
2 Eigelb
30 g Kakaopulver
1 El Rum

Butter und Puderzucker mit dem Mark der Vanilleschote, dem Zitronenabrieb und einer Prise Salz schaumig schlagen. Nach und nach Eier und Eigelb zugeben und weiter aufschlagen, dann zunächst die Speisestärke unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und unter den Teig geben. Jetzt nur noch kurz rühren, bis das Mehl gut untergemengt ist. Zwei Drittel des Teigs in die Backform geben. Den restlichen Teig mit dem Kakaopulver und dem Rum vermischen und auf den hellen Teig in die Form geben. Die beiden Teige mit einer Gabel spiralförmig vermischen. Im vorgeheizten Ofen bei 160° Umluft (180° Ober-/Unterhitze) ca. 60 Minuten backen

Lasst es Euch schmecken!
Lisa

 

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Was ist denn hier los?

Meine Damen und Herren, wie Sie sehen, sehen Sie nix!

Das liegt zum einen daran, dass das Ladegerät für den Akku meiner Kamera auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Kennt Ihr das auch, dass Dinge innerhalb der eigenen vier Wände plötzlich wie vom Erdboden verschwunden sind? Eben waren sie noch da… Ich bin mal gespannt wann und wo es wieder auftaucht…
Zum anderen läuft hier gerade alles etwas holprig und ich habe keinen Kopf für Cupcakes und rosa Schleifchen. Die Steuererklärungen der letzten 4 Jahre sind da nur der Tropfen auf dem heißen Stein.

Also Ihr Lieben, ich bin sicherlich bald wieder da – mit schönen Fotos und besserer Laune!
Bis ganz bald, Lisa

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