New Love

Bubble Dresses nähen nach dem Schnittmuster von An.

Dieses war die erste Variante und das Osterkleidchen des kleinen Fräulein. Das zweite ist mir gestern Abend ganz spontan von der Nadel gehüpft. Aus orange-rotem Stoff und ohne Kragen total lässig und heute schon in der Kita unterwegs. Auf unserem Tisch liegt schon der Stoff für’s nächste!

Ein wahnsinnig rührendes Video zum Thema alte Liebe rostet nicht, gefunden bei Cup of Jo:

(Auszug aus der Dokumentation The Artist is Present)

Die Künstlerin Marina Abramovic während einer Performance im Museum of Modern Art 2010. Die Zuschauer sind eingeladen ihr gegenüber Platz zu nehmen, um für einen kurzen Zeitraum intensiven Augenkontakt mit der Künstlerin auf zu nehmen. Ohne ihr Wissen erscheint Ulay, mit dem sie in den 70ern eine intensive Liebesbeziehung führte und den sie seit ihrer Trennung nicht mehr getroffen hat…

*schmelz*

Und sonst so? Warten aufs Christkind Osterhäschen Mini-Maier. *seufz*
Nun komm schon, kleiner Schatz, mehr Kleider braucht deine Schwester nicht…

Euch ein wunderschönes Wochenende!
Lisa

 

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Eine schwere Geburt?

…die hat zumindest schon einmal dieser Blog-Beitrag. Zuerst gespeichert am 19. März 2013 um 18:47. Nur die Überschrift.

Irgendwie mag mir seit Tagen kein schöner Blogpost aus der Feder schlüpfen. Denn obwohl ich diverse Kreativprojekte gleichzeitig weiter verfolge, und durchaus inzwischen das ein oder andere vorzeigbare Resultat daraus hervor gegangen ist, habe ich das Gefühl ich bin noch nicht fertig. Und was nicht fertig ist wird nicht gezeigt. So. Denn im Hause Maier geht es im Moment nicht mehr um ein einzelnes kleines Mützchen, oder zwei Bilder an der Wand. Hier läuft gerade ein Großprojekt in der Endphase. Da geht es um das große Ganze, Alles oder Nichts: Mini Maier.

Und der letzte große Meilenstein, der uns noch trennt ist eben die Geburt. Zu dieser Überschrift hatte mich die Lektüre von Julia’s Bericht über die Geburt ihres ersten Sohnes, Paul, animiert. Leider ist für Julia nicht alles so schön gelaufen, wie sie es sich erhofft hatte, aber nach einer holprigen Geburt die im Kaiserschnitt endete, sind beide wohl auf. Auf Julia’s Blog berichtet sie regelmäßig über den Alltag der kleinen Familie und so ließ sie ihre Leser nun einige Wochen nach der Geburt auch an dieser Erfahrung teilhaben.

Zu Beginn dieser Schwangerschaft habe ich mich als stille Leserin in ein Schwangerschaftsforum verirrt, in dem es um das Thema Hausgeburt und Geburtshausgeburt geht. Was mich sehr irritiert und zugegebenermaßen auch etwas verunsichert hat, war der zum Teil extrem feindselige Ton gegenüber einer modernen, schulmedizinischen Schwangerschaftsbegleitung und Geburt. Die Beiträge zeichneten ein Bild des Schreckens einer Geburt im Krankenhaus: stündlich wechselnde Hebammen, die einen bestenfalls anschreien wenn man nicht bereit sei ordentlich mit zu arbeiten werde das wohl eh nichts und einen schlimmstenfalls einfach sofort am Bett festschnallen, um nach diversen ungewollten Eingriffen einen Notkaiserschnitt anzuordnen. Ärzte, die keinerlei Interesse am Wohlergehen von Mutter und Kind haben, sondern nur die Rechnung im Auge behalten und Wöchnerinnen-Stationen, die die Entwicklung einer liebevollen Mutter-Kind-Beziehung von vornherein unmöglich machen. Eine Mischung aus leidvollen Erfahrungen, Hörensagen und wilden Vorurteilen.

Das alles entsprach so gar nicht meinen Erfahrungen bei der Geburt des kleinen Fräuleins. (In der Klinik. Ha.) Und dennoch schürte der negative Unterton dieses Forums in mir Zweifel: Was, wenn Du diesmal so eine Horror-Hebamme erwischst? Unsere Beleghebamme vom letzten Mal bietet leider keine Geburtsbegleitung mehr an… Was, wenn die Geburt wieder so lange dauert und du 5 Schichtwechsel mitmachen musst, und jede neue Hebamme eine andere Meinung hat?

Das Lesen in diesem Forum hatte mich wirklich verunsichert. Und wenn ich trotz einer vorausgegangenen, unkomplizierten Geburt solche Zweifel bekam, wie sollte es dann einer Erstgebärenden gehen, die vielleicht von vornherein schon Angst vor der Geburt hat? Lange habe ich überlegt, meine positiven Erfahrungen in dem Forum zu schildern. Um zu zeigen: so geht es auch! Habt keine Angst! Diese Panikmache ist so schrecklich: auf der einen Seite die Sicherheitsfanatiker, die schon ausflippen, wenn man erwähnt, dass die Klinik in der man entbindet keine Säuglingsintensivstation hat. Gerne auch mit hilfreichen Tips, wie „Naja, also wenn wir damals nicht in das Perinatalzentrum gefahren wären hätte unsere Tochter es wohl nicht geschafft…“ Äh, ja, das war in der 27. Schwangerschaftswoche, ich bin jetzt in der 38., ohne Hinweis auf irgendwelche Schwierigkeiten…
Auf der anderen Seite die Super-Ökos, die meinen, der einzig menschenwürdige Start ins Leben ist der im Geburtspool im heimischen Wohnzimmer, durch Hypnobirthing und die stimmungsvolle Gitarrenuntermalung durch den WG-Kumpel natürlich völlig schmerzfrei für die Mutter. Alle anderen können sich und ihre Erziehungsmethoden direkt auf eine Liste mit Mussolini und Fidel Castro setzen.

Puh, warum machen die es sich selbst und vor allem allen Frauen, die noch eine Geburt vor sich haben so schwer? Mal ganz ehrlich. In Deutschland kommen die allermeisten Kinder gesund zur Welt. Egal wo, und egal ob innerhalb von 2 Stunden oder 24, bei 37+5 oder 41+3, ob mit Eros Ramazotti im Hintergrund oder nur dem eigenen Schreien, im Wasser oder auf dem Rücken im Bett liegend. Das ist kein Wettbewerb, bei dem es gilt eine gute Figur zu machen. Und wenn am Ende doch alles anders gekommen sein sollte, als ich es mir erhoffe, zählt doch nur eins: ich bin Mutter!

Im Forum habe ich mich übrigens nie geäußert und auch hier bringe ich keinen Geburtsbericht zu Stande. Ich weiß auch gar nicht, ob das helfen würde auszudrücken was ich so gerne allen Schwangeren mitgeben würde:

Hört auf Euer Herz. Sollten keine ernsten medizinischen Bedenken einen bestimmten Geburtsablauf vorgeben, entbindet dort wo und wie Ihr Euch am wohlsten fühlt. In der Uniklinik oder auf der Couch. Hört auf Euch und Euren Körper und habt keine Scheu den an der Geburt beteiligten Personen Eure Wünsche klar und deutlich mit zu teilen. „Ich möchte jetzt nicht untersucht werden“/“Ich möchte JETZT eine PDA“… Und versucht auf jeden Fall die Ruhe zu bewahren, auch wenn die Umstände oder die Geburtsbegleiter es Euch schwer machen. Keine Geburt dauert ewig, der schlimmste Wehensturm geht vorbei, die fieseste Krankenschwester hat irgendwann Schichtende und jede Narkose endet. Es bleibt eins: Ihr habt etwas wundervolles vollbracht, einen kleinen Menschen geboren. Das ist das Ergebnis von 9 Monaten und ganz viel Liebe und keinen Deut mehr oder weniger wert weil man sich für eine PDA entschieden hat, oder einen Kaiserschnitt bekommen musste. Ihr könnt stolz auf Euch sein – so oder so!

Ruhig auch schon vor der Geburt 😉
…oder 30 Jahre danach!
Ich fange jetzt schon mal damit an.

Alles Liebe, Lisa

 

 

 

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Upcycling Dienstag – Mädchenbluse aus Herrenhemd

Schon lange folge ich dem Upcycling Dienstag bei Pinterest. Diese Woche bin ich das erste Mal selbst dabei: Mit einer Bluse für das kleine Fräulein, entstanden aus einem alten Herrenhemd.

Der Liebste scheint mit großem Ellenbogeneinsatz zu arbeiten; alle Hemden reissen früher oder später am rechten Ellenbogen. Ansonsten sind die Hemden in der Regel noch top in Ordnung und vor allem aus tollem, hochwertigen Baumwollstoff, so dass ich es nicht übers Herz bringe, die Hemden zu entsorgen. Am Boden meines Kleiderschrankes wächst daher seit längerem ein immer größerer Stapel weißer Hemden, die auf ihre Wiedergeburt warten. Lange war ich unschlüssig was ich daraus nähen soll, aber als ich diese Bluse sah, war ich mir sicher: die muss es sein.

Also fix das Schnittmuster für die Ayashe Bluse heruntergeladen und losgelegt. Und was soll ich sagen? Es ist ein tolles Schnittmuster! Mit der Bluse bin ich sehr zufrieden und es sind inzwischen mehrere Blusen nach diesem Schnitt entstanden, die das Fräulein auch gerne trägt.
Anfängern kann ich das Schnittmuster aber leider nicht empfehlen. Obwohl ich nicht ganz ungeübt bin, musste ich an einigen Stellen doch sehr rätseln, wie die Anleitung zu verstehen ist. Ich hatte fast das Gefühl, die Anleitung verwirrt mehr als sie hilft… An der Kragenvariante ohne Bindebändchen scheitere ich immer noch. Sollte eine erfahrene Schneiderin unter Euch das Schnittmuster kennen, würde ich mich sehr über Tips freuen!
So lange bekommen halt einfach alle Blusen das Bindebändchen, sieht doch auch nicht schlecht aus, oder?

Das Schnittmuster für die Bluse findet ihr hier und wenn ihr keine Lust aufs nähen habt findet ihr auf Ninas Blog noch ganz viele andere, tolle Ideen, was man aus alten Dingen noch alles zaubern kann.

Viel Spaß beim upcyclen!
Lisa

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