Ich bin ein UHu – und baue fleissig mein Nest

UHu? Hä? Wohl noch keine Kinder, was? (Oder nicht so unnötig viel Zeit in behämmerten Online-Foren für Schwangere verbracht wie ich).

Denn wenn man schwanger ist, lernt man nicht nur sich und seinen Körper noch einmal völlig neu kennen („Ach, DU bist also mein Beckenboden, nice to meet you…“), sondern mitunter auch völlig neues Vokabular. Und dazu gehört auch der UHu. Dieser eloquente Titel erhebt einen in den Kreis der Eingeweihten, der erfahrenen Langzeitschwangeren, für die es nur noch weniger als 100 Tage bis zum errechneten Geburtstermin dauert. UHu  = unter Hundert. Ach sooo, wieder was gelernt.

Und irgendwann um diesen Zeitpunkt setzt bei mir jedes Mal der Nestbautrieb ein. Da werden Möbel gerückt, Zimmer gestrichen und Kleiderschränke nach verwertbarem umgegraben. Die Stricknadeln ausgepackt, Die Nähmaschine abgestaubt und Bilderrahmen neu bestückt. Und vor allem läuft mein Computer heiß: Regelmäßig werden die einschlägigen Online-Shops nach niedlichen Babyschnäppchen durchforstet, während Pinterest mich mit immer neuer Inspiration versorgt.

Und so ganz hinter Eurem Rücken war ich in den letzten Tagen schon tätig: In den letzten Abenden habe ich einige kleine Wickeljäckchen und Hosen für mini-Maier genäht. Besonders angetan hat es mir diese grau-weiße Kombination, genäht aus einem alten Herren-Schlafanzug. Die Hose ist aus ganz weichem, fließendem Baumwollstoff, das Jäckchen aus etwas dickerem Jersey.

Die Schnittmuster für beide Teile stehen im Internet kostenlos zur Verfügung. Das Jäckchen findet ihr hier auf dem amerikanischen Kreativblog PurlBee.
Aber ich muss Euch warnen: Suchtgefahr! Denn bei PurlBee findet Ihr nicht nur das süße Jäckchen, sondern tonnenweise Handarbeitsinspiration aus den Bereichen Stricken, Häkeln und Nähen. Da ist für jeden etwas dabei! Der dazugehörige Onlineshop ist der Wahnsinn. Gut, dass die Ware aus den USA kommt und mir das mit Zoll und Steuern zu kompliziert ist, sonst hätte ich wahrscheinlich schon Insolvenz anmelden müssen.

Das Schnittmuster für die Hose findet Ihr bei Rae, die neben diesem kostenlosen Schnittmuster auch einige andere tolle Schnittmuster zu vernünftigen Preisen zum download anbietet.

Beide Schnitte sind für den geübten Anfänger leicht umzusetzen. Die Hose ist ein Kinderspiel und wird von mir definitiv noch in diversen Varianten genäht. Zum Beispiel habe ich schon eine Hose mit Stretchbündchen versehen, eine tolle Variante.

Mit dem Kimonojäckchen bin ich noch nicht hundertprozentig zufrieden. Nimmt man dickere Stoffe wird die Schulternaht zu steif, Stoffe die weich und fließend genug sind, um das zu verhindern, sind meiner Meinung nach nicht warm genug für ein Neugeborenenjäckchen. Der Jersey von dem Schlafanzugoberteil war ein akzeptabler Mittelweg, aber nicht perfekt. Ich hatte noch einen eingelaufenen Pullover von mir aus einem Wolljersey – sehr dünn, aber warm. Dieser Stoff eignete sich gut für das Jäckchen (wenn auch echt fummelig zu nähen). Leider habe ich fertig gekauftes Schrägband zum versäubern genommen. Das gekaufte Schrägband ist viel zu steif für das kleine Jäckchen – Schade um den tollen Wolljersey! Ich habe die Hoffnung, dass das Schrägband beim waschen noch etwas weicher wird…

Sorry für die miserablen Fotos, der Schnee (und damit ein sehr bedeckter Himmel) ist endlich in Düsseldorf angekommen – Yay! Wir stimmen uns schon mal auf unseren Kurzurlaub in den Bergen ein. Ich wünsche Euch viel Spaß beim nach nähen!

Freut Euch auf viiieeele weitere Projekte in den nächsten Wochen!
Lisa

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2 Responses to Ich bin ein UHu – und baue fleissig mein Nest

  1. Julia sagt:

    …und die Sachen sind ja auch so süß!!! Wow!! Mach sofort einen Dawanda-shop auf!!! :-)))

    Liebe Grüße
    Julia

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